…ein moment nur…

22 Mai Featured Image -- 589

Ursprünglich veröffentlicht auf Lichter.Horizont:

Es ist oft nur ein kurzer Moment. Einer, der über alles entscheidet. Leben oder Tod. Glück oder Leid. Eine Diagnose, auf deren Ergebnis man seit Wochen wartet. Ein Schritt zu viel und zu unvorsichtig am Straßenrand.Ein Herz, das sich zu schwach fühlt, um weiterzukämpfen. Graue Zellen im Gehirn, die nicht mehr genug Luft haben zum Atmen. Wenn uns noch Zeit bleibt, dann haben wir vielleicht die Möglichkeit auf eine zweite Chance und kämpfen um unser Leben. Wenn nicht, dann ist dieser eine kurze Moment endgültig.

Als ich vorgestern den Beitrag “Der Tod ist ein Arsch” von Johannes Korten in der Jazzlounge las, wurde mir wieder einmal bewusst, wie schnell diese Momente da sein können. Wie schnell haben wir keine Zeit mehr, unseren Lieben zu sagen, wie wichtig sie uns sind. Wir haben keine Zeit mehr, Ungelöstes auseinander zu trödeln. Worte zurückzunehmen. Taten wieder gut zu machen. Gemeinsame Träume wahr…

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…ein unbekannter roman wird zum bestseller…

20 Mai

Das ist doch mal ‘social media’ gerade über fb darauf aufmerksam geworden :

 

Weg (c) Tobias Herrmann 2013

Weg (c) Tobias Herrmann 2013

Die Frau des Autors schreibt auf fb:

Liebe Freunde und Bekannte von Kai!
Mein Mann Kai wurde, wie ihr wisst, am 8. Mai, einen Tag vor seinem 45. Geburtstag, wegen Herzrhythmusstörungen stationär im Krankenhaus aufgenommen. Es ging ihm wieder besser, aber dann erlitt er in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch einen schweren Schlaganfall. Die gesamte linke Hirnhälfte ist beschädigt, die rechte Körperhälfte gelähmt. Aufgrund weiterer Komplikationen wurde er noch am Mittwoch Abend an ein Beatmungsgerät angeschlossen und ins künstlichen Koma versetzt. Die Ärzte können noch keine Prognose darüber geben, ob er überleben wird oder wieviel seines Gehirnes dauerhaft beschädigt sein wird. Wir haben sehr große Angst um ihn.
Wie viele von euch wissen, hat er gerade versucht, sich selbstständig zu machen. Ich bin mitten in meinem Zweit-Studium, wir haben einige Kredite abzuzahlen, das heißt, unsere finanzielle Situation ist katastrophal, wir sind in keiner Weise abgesichert.
Nun will ich versuchen, sein Buch zu verkaufen. Soziales Netzwerken war immer eines von Kais großen Themen, vielleicht kann es uns jetzt helfen. Ich bitte euch alle – kauft sein Buch, wenn es euch gefällt – verschenkt es, schreibt in euren Blogs darüber, erzählt es weiter, teilt den link… – helft mir es bekannt zu machen!
Es ist ein sehr lesenswertes Buch, geistreich, witzig und zum Nachdenken anregend geschrieben – es macht großen Spaß es zu lesen!
Und schickt ihm Kraft und Energie – damit er zurückkommt!
Danke
Raja mit Felix (20), Lara (14) und Ben (4)

http://www.jazzblog.de/jazzlounge/einbuchfuerkai/

http://www.lesen.net/diskurse/solidaritaet-durch-buchkauf-warum-ein-9-jahre-alter-roman-die-amazon-charts-aufmischt-20651/

http://www.sueddeutsche.de/panorama/hilfsaktion-warum-ein-jahre-altes-buch-ploetzlich-zum-bestseller-wird-1.2488255

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/amazon-buch-eines-todkranken-autors-wird-zum-bestseller-a-1034806.html

 

Auf der Seite ‘jazzblog’ findet sich auch ein Spendenkonto für direkte Hilfe für die Familie

Wie wollen wir leben?

7 Mai

Tobias:

Eine dauernd bewegende Frage….

Ursprünglich veröffentlicht auf :

065 28.04.15 Das gute Leben – copyright Ulli

Wie wollen wir leben? So hiess ein Vortrag der Journalistinnen Ute Scheub und Annette Jensen (taz-Berlin) am Dienstagabend, 28.04.2015 in der Murgtalhalle. Eine Veranstaltung der Initiative: Murg im Wandel – für ein gutes Leben … Ute Scheub und Annette Jensen schrieben gemeinsam das Buch: Vom Bruttosozialprodukt zum Bruttosozialglück. Hierhin werden u.a. viele positive Beispiele aus Deutschland und der Welt genannt, die Bürger und Bürgerinnen, jenseits der Hauptströmung, in Dörfern, Städten und auf dem Land verwirklicht haben. Beispiele, die Mut machen. Noch einmal hat es mir gezeigt, dass es nicht immer die grossen Projekte sein müssen, Kleinvieh macht eben bekanntlicher Weise auch Mist.

So hat zum Beispiel eine ehemalige Reinmachefrau nicht akzeptieren wollen, dass den Putzmittel chemische Oxalsäure zugesetzt werden, worauf sie und viele ihrer Kolleginen mit Ausschlägen zu kämpfen hatten. Als sie nun eh wegen Schliessung des Werks arbeitslos werden sollte, setzte sie ihre…

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…experten…

2 Mär

 

Graffito in Modena

Graffito in Modena

 

noch etwas zum Thema Experten:

Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert,
wird die Stimme eines Experten sein, der sagt:

‘Das ist technisch unmöglich!’

Sir Peter Ustinov

…das alte jahr….

3 Jan

20141213_205200

wieder ist ein Jahr um,
– es gab Momente, die hätte ich nicht haben müssen, sie sind aber nicht von
Bestand und so haben sie mir gezeigt, davon sterbe ich nicht.
– es gab Momene, die die waren Geschenke des Universums, auch sie waren nicht
von Bestand, so haben sie mir gezeigt: ‘Sei dankbar’
– es gab Momente, die haben mich meine Kraft spüren lassen, und sie haben mich
gelehrt: ‘Bleib dran!’
– es gab Momente der Liebe und sie haben mich gelehrt: ‘Lebe und sei gnädig!’
– es gab Momente des Zusammenwachsens und der Inspiriration, die haben mir
gezeigt: ‘Du bist hier richtig!’
ich freu mich auf ‘mehr’

…schönheit der schwarmintelligenz….

25 Okt
ICE Impression (c) Tobias Herrmann 2013

ICE Impression (c) Tobias Herrmann 2013

http://www.islandsandrivers.com/our-films/#murmuration

…trefflich bemerkt…

22 Okt

Autor ist Joachim Wetzky

(Herausgeber des Buches iBuddhismus und eines gleichmanigen Blogs und einer gleichnamigen fb-Seite)   (Danke für die freundliche Erlaubnis)

 

In vielen Fällen ist spirituelle Praxis lediglich der Versuch in ein größeres und angenehmeres Gefängnis zu kommen. Sie ist der verzweifelte Versuch etwas Beständiges im Unbeständigen zu finden. Und das ist wohl auch der Grund warum sie in den allermeisten Fällen nicht “funktioniert”.

 

…weg der liebe…..

19 Okt
Weg (c) Tobias Herrmann 2013

Weg (c) Tobias Herrmann 2013

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wie banal,

trivial wie kitschgefährdet, absturzgefährdet….

Ein alter nord-amerikanischer Ureinwohner und Medizinmann bekam seinerzeit einen Lachflash als er bei seinem Besuch in einem Seminarzentrum im Süddeutschen auf den Flyer stieß: “Lieben lernen” -“… those Germans – they think they need to learn how to love…” (Diese Deutschen, sie glauben sie müssten lernen wie man liebt…)

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Liebe und Gemeinschaft,

James Redfield, der Autor der ‘Celestine’ Bücher, empfielt in einem seiner Arbeitsbücher zu den ‘Prophezeiungen von Celestine’ (eine Reihe von fiktiven Erzählungen, in denen der Protagonist spirituelle Erkenntnisse erwirbt) jeder Mensch sollte möglichst viele platonische Liebesbeziehungen zu Menschen des anderen Geschlechtes unterhalten (für nicht heterosexuelle Menschen heisst das ‘zu Menschen zu denen sie sich auch sexuell hingezogen fühlen könnten’), interessant und ich weiß nicht wie er darauf kam, ich erinnere noch wie er in einem Kapitel schreibt, dass die Anziehung von Menschen zueinander in einer Gemeinschaft zur Erhöhung des Energiepotentiales der ganzen Gruppe führen kann, wenn die Einzelnen sich nicht zum ‘Haben Wollen’ hinreißen lassen, ein schönes Bild – aber praktikabel?

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Schmerzen der Liebe,

Schmerzen durch Liebe? Ja – insofern möchte ich Spezzano nicht recht geben, wenn er schreibt: “Wenn es wehtut ist es keine Liebe”. Da ist noch etwas anderes. Natürlich meine ich kein SM, da habe ich keine Erfahrung mit, für die Ausübenden mag auch das mit Liebe zu tun haben. mit Hingabe vor allem. Der Schmerz in der Liebe ist das Bewusstwerden dessen was man vermisst hat für lange Zeit (respektive geglaubt hat, vermisst zu haben) und die Schmerzen der Erinnerung an vergangene ‘Lieben’ – es gibt nur eine Liebe! – also Schmerzen der Erinnerung an vergangene Verletzung im Rahmen der Liebe, wo jemand das ‘Offensein’ des liebenden Partners für einen ‘Blattschuss’ ausgenutzt hat.

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Selbstliebe vs. Selbstverliebtheit

Selbstliebe ist ein Tabu, im falschverstandenen Sinne von Selbstliebe, nicht gemeint ist die Selbstverliebtheit sondern Wertschätzung der eigenen Person, sonst klappt es nicht mit der Liebe   und wer sich nicht selbst liebt  wird auch nicht geliebt, hört sich hart an ist aber so und der/die Geliebte eines ‘Sich-nicht-lieben-könnenden’ beißt sich die Zähne aus.

Robert Heeß der Autor von ‘Ich liebe dich gerade’ schreibt: “Nicht selbstverliebt, sondern in Selbstliebe können wir bewusst wählen und nutzen, was ist und was wir inzwischen darüber wissen. Und aus dieser Haltung zum Leben können wirLiebesbeziehungen mit ebenbürtigen, nicht abhängigenPartnern so entwerfen, dass wir in ihnen Erschaffer sind. Täter im positiven Sinne, statt mehr oder weniger passive Opfer. Das ist die Freiheit der Gegenwart, eine Gelegenheit kühne Träume zu verwirklichen.”

http://ichliebedichgerade.de ( S. 108)

https://undbleibensiesowiewirsind.wordpress.com/2011/01/04/die-karte-des-jahres-ii/

https://undbleibensiesowiewirsind.wordpress.com/2011/01/05/die-karte-des-jahres-2011iii/

https://undbleibensiesowiewirsind.wordpress.com/2011/01/07/love-is-all-you-need/

…suche das licht nicht im außen…

1 Okt

Autor ist Joachim Wetzky

(Herausgeber des Buches iBuddhismus und eines gleichmanigen Blogs und einer gleichnamigen fb-Seite)

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Indian Summer Morning (c) Tobias Herrmann 2014

 

Rumi sagt: “Suche das Licht nicht im Außen, finde das Licht in dir und lass es aus deinem Herzen strahlen.”

Und ja, Du liest diesen Satz, vielleicht gefällt er Dir, vielleicht gibt er Dir ein gutes Gefühl. Fühlst Dich bestätigt auf Deinem Weg.

Das Problem: Dieser hübsche Satz verändert nichts. Im Gegenteil. Du kannst die nächsten zwanzig Jahre damit verbringen, diese süßen, klangvollen Sätze zu lesen, aufzunehmen, ihre Essenz beschnuppern. Und doch – es ändert nichts. Auch wenn Du scheinbar friedvoller geworden bist, Du mehr lächelst und Dich bewusst ernährst. Im Grunde genommen bist Du das gleiche neurotische Bündel, das Du auch schon vor zehn Jahren warst.

Und das ist halt das Grundproblem: Das wir uns immer und immer wieder Scheinwelten aufbauen.

Manche Scheinwelten kannst Du vermutlich schnell durchschauen. Wenn Du in ein Bordell gehst und dem unglückseligen Geficke zusiehst, wirst Du vermutlich sagen: Oh, eine Scheinwelt.
Und wenn Du einer Veranstaltung der CDU beiwohnst und die großen Konservativen sprechen hörst, wirst Du vermutlich sagen: Oh, eine Scheinwelt.
Und wenn Du über den illuminierten Time Square in New York gehst und Dich von violetten Neonlicht und modernen Lifestyle erfüllen lässt, wirst Du vermutlich sagen: Oh, eine Scheinwelt.

Und dann, wenn Du schließlich Dich durch all die heiligen Facebook-Sprüchlein liest, wenn Du mit wehendem Haar durch Kornkreise wandelst und den Mond anbetest – vermutlich wirst Du Dir eingestehen können: Oh, eine Scheinwelt.

Und meiner Ansicht nach, fängt ES genau da an. Jetzt. Jenseits der Scheinwelt.

…die acht männer und das boot…

29 Sep
die Boot-Bank auf dem Pauenhof (c) Tobias Herrmann 2013

die Boot-Bank auf dem Pauenhof (c) Tobias Herrmann 2013

Den Buddha wird folgendes Gleichnis zugeschrieben:

Acht Männer schleppen ein Boot durch die Wüste, sie quälen sich richtig ab damit, ein Wanderer der ihnen begegnet, fragt sie: “Warum quält ihr Euch so? Da antworten die acht Männer: “Das Boot ist sehr wichtig für uns – vor zwei Jahren mussten wir einen großen und breiten Strom überqueren, ohne dieses Boot hätten wir das nie geschafft!”

Ich glaube der Wanderer hat dann nicht weiter gefragt….

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