die karte des jahres 2011/ II

4 Jan

Ich wollte ja fortfahren zu dem Thema ‚die Liebenden‘ – eines der interessantesten, oder sagen wir mal schönsten Tarot-Decks stammt von der Künstlerin Margarete Petersen, sie hat von 1979 bis 2001 an diesem Deck gearbeitet (22 Jahre – Zufall??). Bei ihr ist das ‚Die Liebenden‘-Motiv ein besonderes, es zeigt ein Schlangen-Motiv vor einer Person im Profil – Kundalini? – Ist es das ‚Erwachen der Schlange‘ – ist das das Thema für ‚Die Liebenden’/’Die Entscheidung‘?

Am Ende des ersten Artikels, war ich noch bei Raider-Waite und der Ähnlichkeit der beiden Karten ‚Die Liebenden‘ und ‚Der Teufel‘ – es ist schon verzwickt:

„Könnten wir doch einfach aufhören, alles zu hinterfragen und verbessern zu wollen und stattdessen einfach das Leben LIEBEN!“ schrieb meine liebe Seelenfreundin Petra

Ja wir können – Yes we can! Dabei wird aber ein innerer Aufruhr entstehen – diesen auszuhalten oder besser noch in Liebe anzunehmen, ist dann wirklich eine Herausforderung. Das Leben zu lieben setzt voraus, sich selbst lieben zu können – da hakt es schon meistens. Eine Beziehung in der der Zweifel die Macht ergriffen hat, kann schon ‚die Hölle‘ sein. Zuerst der Zweifel an sich selbst und – weil das ja unangenehm ist – der Zweifel an Partner, Schicksal, dem ‚Leben an sich‘ und so weiter. Zurück zum Bild oder den Bildern – die beiden Figuren Frau und Mann nehmen die gleiche Position ein, sie sind nackt, haben also nicht zu verbergen, sie blicken nach oben – in Zuversicht möchte man sagen und sie sind frei – im krassen Gegensatz zu den beiden anderen Figuren, beide sind an die Kette gelegt und sehen nicht wirklich glücklich aus. Was sagt uns dieses Bild?

Wer hat eigentlich den Teufel erfunden?

Fragte mich gestern mein elfjähriger Sohn, meine Antwort hat ihn vielleicht nicht erhellt, aber es sind die, die etwas davon haben, dass es ihn gibt.

OK – die Figuren, was bedeutet also das angekettet sein? – in Bezug auf die Liebe, unfrei sein (ich meine nicht: verheiratet sein) – wofür steht der Teufel? Er ist ein Symbol für ’nicht-gelebtes-Leben‘ – damit versaut man sich nämlich die ganze Existenz. Aufgestaute Energie, so wie abgestandenes Wasser brackig wird, so wie ‚Weisheit‘ zu ‚Ayatollaismus‘ wird und Krankheit und Leid über die Menschheit bringt. So einfach ist das.

Welche Teufel kennen wir im Alltag, in der Beziehung? Den weiter oben beschriebenen Zweifel – Zwei-fel, ich bin nicht mehr  e i n s  mit mir,  Angst, Angst vor wirklicher Nähe, Angst vor ‚Verlassen-werden‘ (ihr Raum zu geben ist eine gute Methode jemanden loszuwerden), Angst, so zu sein wie  i c h  wirklich  b i n  (nach dem wie ich mich fühle muss ich ein furchtbarer Mensch sein) – genug!

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2 Antworten to “die karte des jahres 2011/ II”

  1. Petra 7. Januar 2011 um 07:46 #

    Hi, wie schön von Dir diese Seite, Infos und Überlegungen zu lesen. Sehe Dich in neuem Licht und lebendig, Du = Liebe! Herzlichst von Petra, X

Trackbacks/Pingbacks

  1. …weg der liebe….. | undbleibensiesowiewirsind - 19. Oktober 2014

    […] ist die Selbstverliebtheit sondern Wertschätzung der eigenen Person, sonst klappt es nicht mit der Liebe   und wer sich nicht selbst liebt  wird auch nicht geliebt, hört sich hart an ist aber so und […]

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