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4 Jan
petten 2011

'Aufstieg' Tobias Herrmann 2011

2011 ist nun Geschichte, 2012 heißt jetzt die Herausforderung. Dazu ein Zitat von Richard Beauvais (1964):
„Wir sind hier; weil es letztlich kein Entrinnen vor uns selbst gibt. Solange der Mensch sich nicht selbst in den Augen und Herzen seiner Mitmenschen begegnet, ist er auf der Flucht. Solange er nicht zulässt, dass seine Mitmenschen an seinem Innersten teilhaben, gibt es für ihn keine Geborgenheit. Solange er sich fürchtet, durchschaut zu werden, kann er weder sich noch andere erkennen – er wird allein sein.

Wo können wir solch einen Spiegel finden, wenn nicht in unseren Nächsten? Hier in der Gemeinschaft kann ein Mensch erst richtig klar über sich werden und sich nicht mehr als den Riesen seiner Träume oder den Zwerg seiner Ängste sehen, sondern als Mensch, der – Teil eines Ganzen – zu ihrem Wohl seinen Beitrag leistet. In solchem Boden können wir Wurzeln schlagen und wachsen; nicht mehr allein – wie im Tod – sondern lebendig als Mensch unter Menschen.“
Die Gemeinschaft wird auch das Thema bleiben, als Worthülse haben wir sie überall, bis hin zur ‚europäischen Gemeinschaft‘,  jedoch die (Er-)Schaffung einer Gemeinschaft ist etwas, das ‚an die Tür klopft‘ und uns abholt wo wir sind, viele Menschen sind heute schon bedroht von Einsamkeit, dem Gefühl von Sinnlosigkeit, Flucht in Süchte als Substitution hilft nicht mehr. (Es ist ja schon so schlimm, dass sich manche Menschen von menschlicher Nähe ‚bedroht‘ fühlen, es könnte ja was faul sein daran – ‚Wer weiß denn was der andere will?‘)
Was auch nicht wirklich hilft, ist die Flucht in symbiotische Zwei(n)samkeit, nach dem Motto: Wenn ich den/die richtige/n finde, wird alles gut…
Es hat so hoffnungsvolle Ansätze gegeben, vor 2500 Jahren hatte Gautama, später Buddha genannt, eine ‚Sangha‘ (übers. als ‚Gemeinschaft der Erleuchteten‘), etwas später der Sohn eines jüdischen Zimmermanns zog mit ‚Jüngern‘ durch das Land und hinterliess für kurze Zeit nach seinem Tode eine ‚Urgemeinde‘ und wiederum etwas später ein kaufmännischer Assistent aus dem heutigen Saudi-Arabien der mit seinen Getreuen von Mekka nach Medina zog, die sich ‚ Muslim‘ nannten (die-sich-Gott-unterwerfen) – alle drei  Bewegungen hätten was werden können, bei den beiden ersten entschied man sich für die Ordination und in diesem Zusammmenhang für die strikte Trennung der beiden Geschlechter, was ja bis heute viel Elend hervorbrachte, die dritte Gruppe fiel eher auf durch ungeschickten Umgang mit kritischen Fragestellungen, Ihre Gründer hatten ein ‚Einbindungs-Potenzial‘ was z. T. heute noch wirkt, die Zugehörigkeit zu einer der Gruppen bedeutet in der Regel etwas für diese Menschen, (definiert sich meist durch Ausgrenzung anderer) bewirkt aber nicht unbedingt das Gefühl, dass sich in sich-angenommen-fühlen, sich-geliebt-fühlen und Verbunden-sein ausdrückt. To be continued

2 Antworten to “weiter …”

  1. juergenkuester 5. Januar 2012 um 22:13 #

    „Am Inneren teilhaben, Gemeinschaft“ – ein schöner Einstieg ins neue Jahr.
    Alles Gute für 2012
    Juergen

  2. Tobias 15. Februar 2012 um 01:06 #

    Danke Jürgen,
    da ist auch schon was ‚im Busch‘: http://www.wohnprojekte-portal.de/index.php?id=130&uid=20436 vlG Tobias

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