Archiv | Authentizität RSS feed for this section

…wer ist dumm?…

23 Jul

HipstamaticPhoto-522413547.199957

Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel.

Bertrand Russell

 

Gutes Zitat, schon öfter gelesen, auch anderen zugeschrieben: Einstein, dem Dalai Lama (von dem es ja so viel Zitate gibt, dass er noch hundert Jahre leben müsste um sie alle gesagt zu haben )
Nur ist es wirklich so? Wer ist denn dumm? ‚Wenig differenziert‘ nennt sozial-politisch korrektes Neusprech das. Früher meinte man jemanden mit wenig Wissen, respektive jemanden der aus den Erfahrungen des Lebens keine Schlüsse zu ziehen vermag. Und dann gibt es noch respektlose Menschen, die sich in einer Art, sei es nun aufgesetzt oder echter Naivität geschuldet, über andere hinwegsetzen und manipulieren.
Solche meinte der Zitierte wahrscheinlich, der Wunsch einfache Lösungen finden zu wollen, ist m. E. kein Ausdruck von Selbstbewusstsein. Auf der anderen Seite der Zweifler, verkürzt gesagt – er weiß zu viel…. „was wäre wenn…, man könnte doch auch…, ich hätte vielleicht doch….“
Mir fallen da die ‚Drei Geistesgifte‘ ein, die der Buddha benennt, Ärger, Gier und Verblendung, letzteres z. B. in Form des Nicht-Erkennens von eigenen Gaben und eigenen Schwächen, jenachdem….
Es gibt ein anderes Zitat, eher eine von diesen ‚Facebook-Weisheiten, ‚Ich habe meine festen Ansichten, bitte verwirren sie mich nicht durch Tatsachen…!‘ Ja und statt danach zu suchen ‚in uns zuhause‘ zusein, suchen wir nach Sicherheit, die möglichst von außen kommen soll und uns beruhigen soll.
Also für heute bleibt es für mich eine offene Frage, „Wer ist dumm?“

(dankbar für Netzfund: Evelyn Rosenfeld in ‚SEIN‘ https://www.sein.de/autoren/evelin-rosenfeld/ )

…liebe zum schatten…

27 Apr

 

HipstamaticPhoto-499377286.312277

Schon seit der Arbeit von Carl Gustav Jung kennt man den Begriff des ‚Schattens‘ – in verschiedenen spirituellen Kulturen natürlich auch schon länger….

Es gibt eine Gruppe von Menschen, die sich die Arbeit am Schatten auf ihre Fahnen geschrieben hat, nicht nur dies – nein – ‚die Liebe zum Schatten‘  – Philosombrie genannt.

Zitat:

Unsere Solidarität gilt all den Facetten unserer selbst, die lernen mussten, nicht erwünscht zu sein – und darauf warten, dass wir nun die Kellertüren öffnen.

Schattenarbeit ist ein Friedensangebot gegenüber allen inneren Anteilen unserer selbst, die wir bisher abgeschoben haben, die wir verleugnen oder unterdrücken. Und die doch aus dem Untergrund auf unser Leben wirken.

Wie wäre es, sie nicht nur zu akzeptieren, weil es eben sein muss – sondern sie tatsächlich … nach Hause zu holen, weil wir sie in ihrer Schönheit und Kraft erkennen? Das ist dann: Philosombrie. Die Liebe zu dem, was (noch) im Schatten liegt.

 

www.philosombrie.de

 Unsere Solidarität gilt all den Facetten unserer selbst, die lernen mussten, nicht erwünscht zu sein – und darauf warten, dass wir nun die Kellertüren öffnen.

Am liebsten arbeiten wir intuitiv, körperlich und ausdrucksorientiert.

Wir sehen Schatten-Forschung nicht zuletzt als Beitrag zu einer kulturellen Evolution. Ihr Hauptmerkmal ist, dass Ausgrenzung, Verleugnung und Verdrängung abgelöst werden – zugunsten von Integration, Empathie und Anerkennung.

Mehr auch unter :

www.zegg.de

 

…sei verwirrt….

27 Jul

Foto0056

Sei verwirrt, es ist, wo Du beginnst, neue Dinge zu lernen.

Sei gebrochen, es ist, wo Du beginnst heil zu werden.

Sei frustriert, es ist, wo Du anfängst, mehr authentische Entscheidungen zu treffen.

Sei traurig, denn wenn wir mutig genug sind, können wir unseres Herzens Weisheit dadurch hören.

Sei, was auch immer Du gerade bist. Kein Verstecken mehr. Du bist es wert, immer.

 

S.C. Lourie

…schmerz….

22 Jul
20160610_131507

Schmerz 2016

«Wenn ein weiser Mensch leidet, so fragt er sich „Was habe ich bisher getan, um mich von meinem Leiden zu befreien? Was kann ich noch tun, um es zu überwinden?»
Wenn aber ein törichter Mensch leidet, so fragt er: »Wer hat mir das angetan?»
Thich Nhat Hanh
-Schmerz durchschneidet die Unklarheit, Licht fällt auf das was ist….
Tobias

Plötzlich…

war er da, durch eine Trennung ausgelöst.

Zulassen…

… den Schmerz als das was er ist, nämlich Schmerz – anzuerkennen und nicht abzuwiegeln und zu sagen ‚wird schon‘.
‚Loslassen‘ ist zwar schon so ein ausgelutschtes Schlagwort geworden, in vielen Zusammenhängen jedenfalls, Frage: egal wie – hört das mal wieder auf?
Das Bild was ich für meine Gefühle hatte, ist eine Straße mit Leitplanken und ich schrappe immer abwechselnd an der linken und rechten Leitplanke entlang. Mal Klarheit, mal nicht, auch Pseudo-Erkenntnisse und Irrtümer genauso wie wiederum Einblick in die Zusammenhänge.

Verantwortung…

Ich war keine Minute in Versuchung in Hass  oder in Abwertung zu verfallen, weder gegen die ‚Ex‘ als Person noch gegen die Zeit, die wir hatten, wofür ich sehr dankbar bin. Mit Blick auf die Geschichte mit anderen ‚Getrennten‘, finde ich, ist es doch wie ein Wunder, dass wir heute keine Feinde sind. Ich sehe das als Bestätigung dafür, das es etwas höheres gibt, als sich an eigenen Verletzungen, Schmerzen und Groll ‚festzutackern‘.
Wenn ich es so sacken lasse, merke ich dass meine Schlüsse nicht vollständig waren, in Gedanken war ich nämlich doch in einem ständigen Dialog mit (der nicht anwesenden) ‚Ex‘. In Bezug auf die erste Wieder-Begegnung . Das heißt, wie im Rahmen der A-Gruppen gesagt wird, ‚ich erlaube jemandem noch immer Kontrolle über mein Befinden/Leben‘.
Ich wünschte mir das loszuwerden.
Wie der Beziehungscoach Martin Uhlemann (und nicht nur er) immer wieder betont, der ‚andere‘ berührt nur den uralten Schmerz, der in uns ‚zuhause‘ ist und bringt ihn hervor.
Der Schlüssel liegt m. E. in Verantwortung übernehmen, also habe ich mich bedankt, für die Zeit, die gut war, und sie als beendet erklärt. und mich bedankt für den ‚Anstoß‘ der mich hat erwachen lassen.

Fazit…

Ich erlebe mich als vibrierendes, lebendes und fühlendes Wesen, und kann dafür dankbar für sein. Das deckt sich mit den Erfahrungen anderer Trennungen, stellt sich die Frage, wieso lerne ich nicht aus ‚angenehmeren Erlebnissen?
Vielleicht tue ich das und es verläuft eher subtil und unspektakulär.

….liebe und….

19 Jul
20160703_145246_Richtone(HDR)
Wenn

Liebe und Angst

zusammenkommen, entsteht

Abhängigkeit.

Wenn

Liebe und Bedürftigkeit

 zusammenkommen, entstehen

Bündnisse.

Wenn

Liebe und Leichtigkeit

zusammenkommen, entsteht

echte Freundschaft.

(unbekannter Autor)

liebe und fürsorge

10 Jul

20150316_162626Liebe und Fürsorge für alle ist nichts, womit einige geboren werden und andere nicht. Sie sind vielmehr die Folge dessen, was wir mit uns tun. Wir können beschließen, uns so zu verändern, dass Liebe in uns ist, oder wir können zulassen, dass wir im Denken und Handeln falsche Vorstellungen von Getrenntsein entwickeln.

(…)

Können wir den Riss zwischen uns und dem übrigen Leben, der durch falsche Vorstellungen entstanden ist, nicht heilen, dann bleiben wir verloren, sind unsicher, welchen Sinn unser Leben hat und wohin wir gehören. Gepeinigt von Vorstellungen eines getrennten Ich und entfernter anderer, laufen wir, wie von wütenden Feinden verfolgt, bis wir uns verirrt haben, verstecken uns an jedem Ort, der Sicherheit zu gewähren scheint. Den sichersten Hafen aber finden wir nicht, indem laufen oder uns verstecken, sondern indem wir still bleiben.

Sharon Salzberg

aus: ‚Metta Meditation‘, Arbor Verlag 2003

…ein unbekannter roman wird zum bestseller…

20 Mai

Das ist doch mal ’social media‘ gerade über fb darauf aufmerksam geworden :

 

Weg (c) Tobias Herrmann 2013

Weg (c) Tobias Herrmann 2013

Die Frau des Autors schreibt auf fb:

Liebe Freunde und Bekannte von Kai!
Mein Mann Kai wurde, wie ihr wisst, am 8. Mai, einen Tag vor seinem 45. Geburtstag, wegen Herzrhythmusstörungen stationär im Krankenhaus aufgenommen. Es ging ihm wieder besser, aber dann erlitt er in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch einen schweren Schlaganfall. Die gesamte linke Hirnhälfte ist beschädigt, die rechte Körperhälfte gelähmt. Aufgrund weiterer Komplikationen wurde er noch am Mittwoch Abend an ein Beatmungsgerät angeschlossen und ins künstlichen Koma versetzt. Die Ärzte können noch keine Prognose darüber geben, ob er überleben wird oder wieviel seines Gehirnes dauerhaft beschädigt sein wird. Wir haben sehr große Angst um ihn.
Wie viele von euch wissen, hat er gerade versucht, sich selbstständig zu machen. Ich bin mitten in meinem Zweit-Studium, wir haben einige Kredite abzuzahlen, das heißt, unsere finanzielle Situation ist katastrophal, wir sind in keiner Weise abgesichert.
Nun will ich versuchen, sein Buch zu verkaufen. Soziales Netzwerken war immer eines von Kais großen Themen, vielleicht kann es uns jetzt helfen. Ich bitte euch alle – kauft sein Buch, wenn es euch gefällt – verschenkt es, schreibt in euren Blogs darüber, erzählt es weiter, teilt den link… – helft mir es bekannt zu machen!
Es ist ein sehr lesenswertes Buch, geistreich, witzig und zum Nachdenken anregend geschrieben – es macht großen Spaß es zu lesen!
Und schickt ihm Kraft und Energie – damit er zurückkommt!
Danke
Raja mit Felix (20), Lara (14) und Ben (4)

http://www.jazzblog.de/jazzlounge/einbuchfuerkai/

http://www.lesen.net/diskurse/solidaritaet-durch-buchkauf-warum-ein-9-jahre-alter-roman-die-amazon-charts-aufmischt-20651/

http://www.sueddeutsche.de/panorama/hilfsaktion-warum-ein-jahre-altes-buch-ploetzlich-zum-bestseller-wird-1.2488255

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/amazon-buch-eines-todkranken-autors-wird-zum-bestseller-a-1034806.html

 

Auf der Seite ‚jazzblog‘ findet sich auch ein Spendenkonto für direkte Hilfe für die Familie

Bild

…digital-detox…..

23 Jun
...digital-detox.....

auf eine Anregung durch Indre Zetsche: http://www.m-i-ma.com/2013/06/digital-detox.html kam ich darauf, es zehrt an mir, die dauernde Präsenz sozialer Netzwerke kostet mehr Energie als es Input bringt, um etwas zur Ruhe zu kommen, starte ich den Selbstversuch…

….digital-detox….

respekt [re:spekt]

26 Jan
Foto0056

‚rechts oder links‘ Tobias Herrmann 2012

^^Respekt impliziert nicht notwendigerweise Achtung, aber eine respektvolle Haltung schließt bedenkenloses egoistisches Verhalten aus. Die Respektvorstellung ist etwas Vorausgehendes und leitet sich nicht aus einer Rechtsvorstellung ab. Aspekte des Respekts können sehr mannigfaltig sein und äußern sich in verschiedenen Gesellschaften auch unterschiedlich. Kulturell bedingte Verschiedenheiten im Verhalten, Selbst und Außenwahrnehmung können unbeabsichtigt den Anschein von Respektlosigkeit oder gar Tabuverletzung erwecken.^^Quelle: Wikipedia

Beim morgendlichen Gespräch mit einem lieben Freund, kamen wir auch auf Respekt zu sprechen, von Zuneigung, von Anteilnahme, von wertschätzendem Umgang hin zu Respekt.

Dieser Respekt, und das hat mich beschäftigt, geht eben irgendwann ‚flöten‘ wenn Menschen sich erst wie verrückt liebhaben, und wenn diese Phase vorbei ist, anfangen Fehler am Anderen festzustellen, interessanterweise wenn Kinder ins Spiel kommen, wenn aus Liebhabern Eltern werden, – noch öfter, die Erziehung gerät gerade beim Thema Erziehung schnell in Vergessenheit…

Beispiel: Eltern und Kind fahren Zug , der  Vater sagt: „jetzt hab ich doch die Jacke für die Kleine vergessen…“ die Mutter: „Das hätte ich von dir auch nicht anders erwartet!“ (so laut, dass es auch der halbe Wagen mitkriegt), nicht auszudenken was noch kommt, wenn die häusliche Wohnungstür erst mal ins Schloss gefallen ist…

In der Wahrnehmung von Zeitgenossen existiert Respekt nur in Zusammenhang mit Angst, Autorität, oder Political Correctness,  selten unter dem Gesichtspunkt von Achtung und schon gar nicht unter dem von Menschlichkeit.

Respekt erfordert ‚Sich-selbst-respektieren‘ – ‚Sich-Respekt-verschaffen‘ hingegen kann schon in tendenzielle Gewalt übergehen d. h. der Respekt dem anderen gegenüber ist da schon in einer Schieflage oder Asymmetrie oder auch schon im Abbau begriffen…

Mit einer gewissen Asymmetrie lässt sich Respekt eher nachvollziehen, so wie es früher auch war: der Bürger hatte Respekt vor dem Uniformierten – dieser hatte Respekt vor dem Beamten und jener noch vor dem Adeligen. Heute ist es schwer auf ‚Augenhöhe‘ zu kommen – erst in den Spiegel geschaut – wer sich sozial benachteiligt fühlt, sucht sich jemanden, der noch unter ihm steht und wünscht sich respektiert zu werden ohne seinerseits zu respektieren.

Zurück auf LOS!

‚Respektiere dich selbst‘ heißt es in einem Song aus den 70ern – „sonst kräht kein Hahn mehr nach dir.“ – OK – fast so einfach wie ‚liebe dich selbst‘ – an diesem ’sich-selbst-respektieren‘ führt eben kein Weg vorbei, ein ständiges Lernen und Üben – wird von außen auch nicht immer genährt,  zerstörerische Kommunikation erreicht schnell unser Ohr und Bewusstsein, wer sich da nicht ’selber nährt‘ oder wie es oft genannt wird, das ‚innere Kind unterstützt‘, wird leicht in eine nicht-respektierende Haltung geraten….

Zitat

das drama des narzisstisch verwundeten menschen

15 Jan

Autor ist Joachim Wetzky (iBuddhismus)

Das Drama des narzisstisch verwundeten Menschen ist eine Geschichte der inneren Einsamkeit und der verzweifelten Suche nach Liebe und Anerkennung. Grundsätzlich beginnt diese Leidensgeschichte mit den Eltern (meist der Mutter), die ihrem Kind keine emphatischen Gefühle vermitteln können. Das Kind fühlt sich nicht geliebt so wie es ist, sondern es lernt, Rollen zu spielen, die ihm einen gewissen Grad an Aufmerksamkeit schenken.
„So bleibt der Mensch innerlich einsam, verwundet und sich selbst entfremdet, hat aber in der Tiefe seiner Seele den sehnlichsten Wunsch nach Liebe. Er hat allerdings gute Antennen dafür, welche Reaktionen von ihm erwartet werden und welche Gefühle er zeigen sollte, ob er sie spürt oder nicht. Die positive Resonanz auf seine erfüllte Erwartungshaltung führt zu einer zweifelhaften Aufwertung seiner Identität oder seines Selbstwertes, denn durch die Bejahung durch einen anderen Menschen wird das eigene Gefühl der Verlassenheit nicht mehr so sehr wahrgenommen, obschon er zutiefst weiß, wie fremd er sich ist.“ Barbara Egert
Spirituell betrachtet hat der narzisstisch verwundete Mensch den Kontakt zum Sein verloren. Er lebt in einem selbstgeschaffenen Gefängnis der äußeren Suche nach Anerkennung und Liebe. Gleichzeitig ist er fasziniert von dem, was er auf der spirituellen Suche in sich findet. All die Schatten und vergrabenen Persönlichkeitsanteile begeistern ihn. Oftmals finden wir in der spirituellen Szene die größten Narzissten, die nicht aufhören können damit, ihre seelische Grandiosität unter Beweis zu stellen.
Den Höhepunkt dieser narzisstischen Nabelschau finden wir dann kulminierend in der Suche nach Erleuchtung. Denn insgeheim ist der Narzisst überzeugt davon, etwas besseres, leuchtenderes, spirituelleres zu sein, als alle andere Menschen. Und genau darum gebührt ihm die Krone des spirituellen Weges – die Erleuchtung. Für diese Krone sind Narzissen bereit, alles zu tun. Sie verlassen ihre Partner und Kinder, wenn sie an anderer Stelle die Chance wittern, noch tiefer mit sich in Kontakt kommen zu können.
Narzisstisch verwundete Menschen erkennt man beispielsweise daran, dass sie sogleich beginnen, ihre Lehrer und Lehrerinnen zu imitieren. Wenn der Lehrer beispielsweise seine Schüler mit einem ganz besonderen Blick ansieht, so wird der narzisstische Schüler nach kürzester Zeit ebenfalls beginnen, seine Mitmenschen mit diesem Blick zu beschenken. Denn – insgeheim fühlt sich der narzisstische Schüler ja schon als Meister. Darum ist es nur verständlich, dass er auch den Gestus eines Meisters annimmt!
Die subjektive Erfahrung ist also  Grundnahrung des Narzissten – sie erhält eine geheiligte Bedeutung, derer alles andere unterzuordnen ist. Meine Familie? Meine Mitmenschen? Die Welt? Alles spielt eine sekundäre Rolle gegenüber den subjektiven Gefühlen des narzisstisch verwundeten Menschen.
Und genau darum, ist Spiritualität ja DIE Spielwiese überhaupt für Narzissten. Denn hier darf man ungestört sich seiner subjektiven Besessenheit hingeben. Hier darf man sich jahrzehntelang nur um sich selbst drehen. Hier dient alles dem eigenen Selbst. Der springende Punkt ist: Das Ego wird nicht überwunden, nur weil die Menschen tiefe Erfahrungen von Nondualität haben.
Letztendlich wird es nur der Macht der unpersönlichen absoluten Liebe gelingen, den narzisstisch verwundeten Menschen zu heilen. Das Erkennen der bedingungslosen Liebe wird bedingungslose Hingabe in ihm entwickeln. Die Integration der absoluten Liebe wird es auch unserer Kultur ermöglichen, aus dem Sumpf aus Narzissmus und Selbstsorge auszusteigen und eine Kultur zu gründen, die auf authentischen moralischen und verantwortungsvollen Werten beruht.
_()_
 Quelle:
 http://ibuddhismus.blogspot.de/2012/09/das-drama-des-narzisstisch-verwundeten.html
special thanks to
Joachim Wetzky Autor von iBuddhismus (https://www.facebook.com/iBuddhismus)