Tag Archives: Authentizität

…treue…..

21 Aug

20160815_132350[1]Safi Nidaye schreibt :

Wohin du auch wächst, dorthin will ich mein Herz auch weiten. Wie tief auch dein Schmerz sei, ich will ihn fühlen. Wie hoch auch deine Sehnsucht reicht, ich lasse dich ihr folgen. Neigt dein Herz sich sich einem anderen zu, so will ich deine Liebe teilen; strebt meines nach einem anderen, so will ich doch niemals dich aus meinem Herzen verbannen. Ich strebe nach Wahrheit und weiß uns in der Wahrheit vereint; so bitte ich dich meinen Weg gehen zu dürfen, wohin er auch führt, mit deinem Segen; und deinen Weg zu gehen, wohin er auch führt; meine Liebe begleitet dich. Wahrheit ist die einzige Nahrung, die unsere Liebe nährt.

Das stimmt weitgehend mit meinem Empfinden überein, auch wenn meine Erfahrung gezeigt hat, dass ich damit allein in Wald und Flur stehe.  Meine Umgebung kommt z. T. damit nicht klar. Fehlende Eifersucht wird entweder als ‚Masochismus‘ oder als ‚Mangel an Engagement‘ gedeutet.  Freie Liebe wird mit ‚wahllos rumvögeln‘ gleichgesetzt, (insgeheim ist da Nachholbedarf in den Köpfen –  da nicht sein kann, was nicht sein darf – verbietet man/frau sich das dann selbst.)

Liebe kann nur nicht anders als ‚frei‘ – kann nicht eingefordert werden –  nur gegeben werden, uneingeschränkt, leider gibt es Probleme mit dem Annehmen, (hier  und hier) da gleich nach der zu erbringenden ‚Gegenleistung‘ gesucht wird oder die ‚das-bin-ich doch-gar-nicht-wert‘ Einstellung kommt ans Licht.

Der Schweizer Unternehmenscoach Michael T. Pilawa schreibt:

„Alles was uns davon abhält ist der traurige Gedanke, wir hätten uns das nicht verdient. Ist dieser Gedanke mal aus dem Gehirn verbannt, kommen diese Annehmlichkeiten automatisch, denn wir sind dann viel mehr relaxed, attraktiv, erleichtert, strahlend, gut gelaunt, usw. und alles andere ergibt sich dann automatisch daraus, wir haben Freunde, Energie, Ausgleich, Gesundheit usw.

Ich schätze mal 85% oder mehr, aller Literatur und aller Filme handelt von ‚unerfüllter‘ Liebe, ‚den-falschen/die-falsche-lieben‘ usw.

kann jetzt ohne Ende weitergeführt werden……..

https://undbleibensiesowiewirsind.wordpress.com/2011/01/07/love-is-all-you-need/

…sei verwirrt….

27 Jul

Foto0056

Sei verwirrt, es ist, wo Du beginnst, neue Dinge zu lernen.

Sei gebrochen, es ist, wo Du beginnst heil zu werden.

Sei frustriert, es ist, wo Du anfängst, mehr authentische Entscheidungen zu treffen.

Sei traurig, denn wenn wir mutig genug sind, können wir unseres Herzens Weisheit dadurch hören.

Sei, was auch immer Du gerade bist. Kein Verstecken mehr. Du bist es wert, immer.

 

S.C. Lourie

….liebe und….

19 Jul
20160703_145246_Richtone(HDR)
Wenn

Liebe und Angst

zusammenkommen, entsteht

Abhängigkeit.

Wenn

Liebe und Bedürftigkeit

 zusammenkommen, entstehen

Bündnisse.

Wenn

Liebe und Leichtigkeit

zusammenkommen, entsteht

echte Freundschaft.

(unbekannter Autor)

liebe und fürsorge

10 Jul

20150316_162626Liebe und Fürsorge für alle ist nichts, womit einige geboren werden und andere nicht. Sie sind vielmehr die Folge dessen, was wir mit uns tun. Wir können beschließen, uns so zu verändern, dass Liebe in uns ist, oder wir können zulassen, dass wir im Denken und Handeln falsche Vorstellungen von Getrenntsein entwickeln.

(…)

Können wir den Riss zwischen uns und dem übrigen Leben, der durch falsche Vorstellungen entstanden ist, nicht heilen, dann bleiben wir verloren, sind unsicher, welchen Sinn unser Leben hat und wohin wir gehören. Gepeinigt von Vorstellungen eines getrennten Ich und entfernter anderer, laufen wir, wie von wütenden Feinden verfolgt, bis wir uns verirrt haben, verstecken uns an jedem Ort, der Sicherheit zu gewähren scheint. Den sichersten Hafen aber finden wir nicht, indem laufen oder uns verstecken, sondern indem wir still bleiben.

Sharon Salzberg

aus: ‚Metta Meditation‘, Arbor Verlag 2003

…vom wiederkommen…

24 Jan

Komm, komm …
wer immer du bist,
Wanderer, Götzenanbeter,

du, der du den Abschied liebst,
es spielt keine Rolle.

Dies ist keine Karawane der Verzweiflung.

Komm, auch wenn du deinen Schwur tausendfach gebrochen hast.

Komm, komm,

noch einmal, komm.!

(Dschellalluddin Rumi)

Konya

Konya

Der Dichter Dschellalluddin Rumi lebte von 1207 bis 1273, geboren in Balch im heutigen Afghanistan, 1219 zog die Familie nach Konya in Anatolien. Er dichtete in persicher Sprache genau wie sein Freund und Lehrer Schamseddin Täbrizi. Er gründete den Orden der ‚Tanzenden Derwische‘. Zu Lebzeiten widerfuhr ihm viel Unverständnis und Neid, bis heute wird er aber dennoch von fast allen Türken als größter türkischer Heiliger betrachtet. Selbst nicht-religiöse Türken achten seine Dichtkunst. ‚Hazreti Mevlana‘ nennen sie ihn, ‚großer Meister‘
<- Der Autor hier 2.v.l. im Jahr 1982 in illustrer Aufmachung, der Herr ganz rechts Bruder Hassan betreibt heute in der Eifel ein Seminarhaus und Restaurant ‚OsmanischeHerberge‘ http://www.osmanische-herberge.de/wir.html

Sein Hauptwerk ‚Mathnawi‘ umfasst mehr 25000 Verse, dann ‚Der Diwan des Schamseddin Täbrizi‘ mit über 35000 Zeilen und tausende von Vierzeilern.

Die Lehre Rumis basierte darauf, dass er die Liebe als die Hauptkraft des Universums ansah. Genauer gesagt ist das Universum ein Harmonisches Ganzes, in dem jeder Teil mit allen anderen in einer Liebes-Beziehung steht. Also schon eine sehr moderne Einstellung. Der Mensch, der als ein Teil dieses harmonischen Ganzen geschaffen ist, kann die Harmonie mit sich selbst und dem Universum nur erreichen, wenn er lernt, Gott zu lieben.  Seine Liebe zu Gott wird ihn dazu befähigen, nicht nur seine Mitmenschen, sondern alles von Gott Geschaffene lieben zu können.  Der Grund für seine Berühmtheit ist, dass er die Fähigkeit besaß, diese Lehre in Poesie wiederzugeben.

Bild

…digital-detox…..

23 Jun
...digital-detox.....

auf eine Anregung durch Indre Zetsche: http://www.m-i-ma.com/2013/06/digital-detox.html kam ich darauf, es zehrt an mir, die dauernde Präsenz sozialer Netzwerke kostet mehr Energie als es Input bringt, um etwas zur Ruhe zu kommen, starte ich den Selbstversuch…

….digital-detox….

respekt [re:spekt]

26 Jan
Foto0056

‚rechts oder links‘ Tobias Herrmann 2012

^^Respekt impliziert nicht notwendigerweise Achtung, aber eine respektvolle Haltung schließt bedenkenloses egoistisches Verhalten aus. Die Respektvorstellung ist etwas Vorausgehendes und leitet sich nicht aus einer Rechtsvorstellung ab. Aspekte des Respekts können sehr mannigfaltig sein und äußern sich in verschiedenen Gesellschaften auch unterschiedlich. Kulturell bedingte Verschiedenheiten im Verhalten, Selbst und Außenwahrnehmung können unbeabsichtigt den Anschein von Respektlosigkeit oder gar Tabuverletzung erwecken.^^Quelle: Wikipedia

Beim morgendlichen Gespräch mit einem lieben Freund, kamen wir auch auf Respekt zu sprechen, von Zuneigung, von Anteilnahme, von wertschätzendem Umgang hin zu Respekt.

Dieser Respekt, und das hat mich beschäftigt, geht eben irgendwann ‚flöten‘ wenn Menschen sich erst wie verrückt liebhaben, und wenn diese Phase vorbei ist, anfangen Fehler am Anderen festzustellen, interessanterweise wenn Kinder ins Spiel kommen, wenn aus Liebhabern Eltern werden, – noch öfter, die Erziehung gerät gerade beim Thema Erziehung schnell in Vergessenheit…

Beispiel: Eltern und Kind fahren Zug , der  Vater sagt: „jetzt hab ich doch die Jacke für die Kleine vergessen…“ die Mutter: „Das hätte ich von dir auch nicht anders erwartet!“ (so laut, dass es auch der halbe Wagen mitkriegt), nicht auszudenken was noch kommt, wenn die häusliche Wohnungstür erst mal ins Schloss gefallen ist…

In der Wahrnehmung von Zeitgenossen existiert Respekt nur in Zusammenhang mit Angst, Autorität, oder Political Correctness,  selten unter dem Gesichtspunkt von Achtung und schon gar nicht unter dem von Menschlichkeit.

Respekt erfordert ‚Sich-selbst-respektieren‘ – ‚Sich-Respekt-verschaffen‘ hingegen kann schon in tendenzielle Gewalt übergehen d. h. der Respekt dem anderen gegenüber ist da schon in einer Schieflage oder Asymmetrie oder auch schon im Abbau begriffen…

Mit einer gewissen Asymmetrie lässt sich Respekt eher nachvollziehen, so wie es früher auch war: der Bürger hatte Respekt vor dem Uniformierten – dieser hatte Respekt vor dem Beamten und jener noch vor dem Adeligen. Heute ist es schwer auf ‚Augenhöhe‘ zu kommen – erst in den Spiegel geschaut – wer sich sozial benachteiligt fühlt, sucht sich jemanden, der noch unter ihm steht und wünscht sich respektiert zu werden ohne seinerseits zu respektieren.

Zurück auf LOS!

‚Respektiere dich selbst‘ heißt es in einem Song aus den 70ern – „sonst kräht kein Hahn mehr nach dir.“ – OK – fast so einfach wie ‚liebe dich selbst‘ – an diesem ’sich-selbst-respektieren‘ führt eben kein Weg vorbei, ein ständiges Lernen und Üben – wird von außen auch nicht immer genährt,  zerstörerische Kommunikation erreicht schnell unser Ohr und Bewusstsein, wer sich da nicht ’selber nährt‘ oder wie es oft genannt wird, das ‚innere Kind unterstützt‘, wird leicht in eine nicht-respektierende Haltung geraten….

Zitat

das drama des narzisstisch verwundeten menschen

15 Jan

Autor ist Joachim Wetzky (iBuddhismus)

Das Drama des narzisstisch verwundeten Menschen ist eine Geschichte der inneren Einsamkeit und der verzweifelten Suche nach Liebe und Anerkennung. Grundsätzlich beginnt diese Leidensgeschichte mit den Eltern (meist der Mutter), die ihrem Kind keine emphatischen Gefühle vermitteln können. Das Kind fühlt sich nicht geliebt so wie es ist, sondern es lernt, Rollen zu spielen, die ihm einen gewissen Grad an Aufmerksamkeit schenken.
„So bleibt der Mensch innerlich einsam, verwundet und sich selbst entfremdet, hat aber in der Tiefe seiner Seele den sehnlichsten Wunsch nach Liebe. Er hat allerdings gute Antennen dafür, welche Reaktionen von ihm erwartet werden und welche Gefühle er zeigen sollte, ob er sie spürt oder nicht. Die positive Resonanz auf seine erfüllte Erwartungshaltung führt zu einer zweifelhaften Aufwertung seiner Identität oder seines Selbstwertes, denn durch die Bejahung durch einen anderen Menschen wird das eigene Gefühl der Verlassenheit nicht mehr so sehr wahrgenommen, obschon er zutiefst weiß, wie fremd er sich ist.“ Barbara Egert
Spirituell betrachtet hat der narzisstisch verwundete Mensch den Kontakt zum Sein verloren. Er lebt in einem selbstgeschaffenen Gefängnis der äußeren Suche nach Anerkennung und Liebe. Gleichzeitig ist er fasziniert von dem, was er auf der spirituellen Suche in sich findet. All die Schatten und vergrabenen Persönlichkeitsanteile begeistern ihn. Oftmals finden wir in der spirituellen Szene die größten Narzissten, die nicht aufhören können damit, ihre seelische Grandiosität unter Beweis zu stellen.
Den Höhepunkt dieser narzisstischen Nabelschau finden wir dann kulminierend in der Suche nach Erleuchtung. Denn insgeheim ist der Narzisst überzeugt davon, etwas besseres, leuchtenderes, spirituelleres zu sein, als alle andere Menschen. Und genau darum gebührt ihm die Krone des spirituellen Weges – die Erleuchtung. Für diese Krone sind Narzissen bereit, alles zu tun. Sie verlassen ihre Partner und Kinder, wenn sie an anderer Stelle die Chance wittern, noch tiefer mit sich in Kontakt kommen zu können.
Narzisstisch verwundete Menschen erkennt man beispielsweise daran, dass sie sogleich beginnen, ihre Lehrer und Lehrerinnen zu imitieren. Wenn der Lehrer beispielsweise seine Schüler mit einem ganz besonderen Blick ansieht, so wird der narzisstische Schüler nach kürzester Zeit ebenfalls beginnen, seine Mitmenschen mit diesem Blick zu beschenken. Denn – insgeheim fühlt sich der narzisstische Schüler ja schon als Meister. Darum ist es nur verständlich, dass er auch den Gestus eines Meisters annimmt!
Die subjektive Erfahrung ist also  Grundnahrung des Narzissten – sie erhält eine geheiligte Bedeutung, derer alles andere unterzuordnen ist. Meine Familie? Meine Mitmenschen? Die Welt? Alles spielt eine sekundäre Rolle gegenüber den subjektiven Gefühlen des narzisstisch verwundeten Menschen.
Und genau darum, ist Spiritualität ja DIE Spielwiese überhaupt für Narzissten. Denn hier darf man ungestört sich seiner subjektiven Besessenheit hingeben. Hier darf man sich jahrzehntelang nur um sich selbst drehen. Hier dient alles dem eigenen Selbst. Der springende Punkt ist: Das Ego wird nicht überwunden, nur weil die Menschen tiefe Erfahrungen von Nondualität haben.
Letztendlich wird es nur der Macht der unpersönlichen absoluten Liebe gelingen, den narzisstisch verwundeten Menschen zu heilen. Das Erkennen der bedingungslosen Liebe wird bedingungslose Hingabe in ihm entwickeln. Die Integration der absoluten Liebe wird es auch unserer Kultur ermöglichen, aus dem Sumpf aus Narzissmus und Selbstsorge auszusteigen und eine Kultur zu gründen, die auf authentischen moralischen und verantwortungsvollen Werten beruht.
_()_
 Quelle:
 http://ibuddhismus.blogspot.de/2012/09/das-drama-des-narzisstisch-verwundeten.html
special thanks to
Joachim Wetzky Autor von iBuddhismus (https://www.facebook.com/iBuddhismus)