Tag Archives: Heilung

…liebe zum schatten…

27 Apr

 

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Schon seit der Arbeit von Carl Gustav Jung kennt man den Begriff des ‚Schattens‘ – in verschiedenen spirituellen Kulturen natürlich auch schon länger….

Es gibt eine Gruppe von Menschen, die sich die Arbeit am Schatten auf ihre Fahnen geschrieben hat, nicht nur dies – nein – ‚die Liebe zum Schatten‘  – Philosombrie genannt.

Zitat:

Unsere Solidarität gilt all den Facetten unserer selbst, die lernen mussten, nicht erwünscht zu sein – und darauf warten, dass wir nun die Kellertüren öffnen.

Schattenarbeit ist ein Friedensangebot gegenüber allen inneren Anteilen unserer selbst, die wir bisher abgeschoben haben, die wir verleugnen oder unterdrücken. Und die doch aus dem Untergrund auf unser Leben wirken.

Wie wäre es, sie nicht nur zu akzeptieren, weil es eben sein muss – sondern sie tatsächlich … nach Hause zu holen, weil wir sie in ihrer Schönheit und Kraft erkennen? Das ist dann: Philosombrie. Die Liebe zu dem, was (noch) im Schatten liegt.

 

www.philosombrie.de

 Unsere Solidarität gilt all den Facetten unserer selbst, die lernen mussten, nicht erwünscht zu sein – und darauf warten, dass wir nun die Kellertüren öffnen.

Am liebsten arbeiten wir intuitiv, körperlich und ausdrucksorientiert.

Wir sehen Schatten-Forschung nicht zuletzt als Beitrag zu einer kulturellen Evolution. Ihr Hauptmerkmal ist, dass Ausgrenzung, Verleugnung und Verdrängung abgelöst werden – zugunsten von Integration, Empathie und Anerkennung.

Mehr auch unter :

www.zegg.de

 

…sei verwirrt….

27 Jul

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Sei verwirrt, es ist, wo Du beginnst, neue Dinge zu lernen.

Sei gebrochen, es ist, wo Du beginnst heil zu werden.

Sei frustriert, es ist, wo Du anfängst, mehr authentische Entscheidungen zu treffen.

Sei traurig, denn wenn wir mutig genug sind, können wir unseres Herzens Weisheit dadurch hören.

Sei, was auch immer Du gerade bist. Kein Verstecken mehr. Du bist es wert, immer.

 

S.C. Lourie

vorurteile….

11 Jul

 

Rose

Rose Tobias Herrmann 2006

„Könnten wir die geheime Geschichte unserer Feinde entschlüsseln, wir fänden im Leben eines jeden genug Kummer und Leid, um jedwede Feindseligkeit zu entwaffnen..“

Henry W. Longfellow

liebe und fürsorge

10 Jul

20150316_162626Liebe und Fürsorge für alle ist nichts, womit einige geboren werden und andere nicht. Sie sind vielmehr die Folge dessen, was wir mit uns tun. Wir können beschließen, uns so zu verändern, dass Liebe in uns ist, oder wir können zulassen, dass wir im Denken und Handeln falsche Vorstellungen von Getrenntsein entwickeln.

(…)

Können wir den Riss zwischen uns und dem übrigen Leben, der durch falsche Vorstellungen entstanden ist, nicht heilen, dann bleiben wir verloren, sind unsicher, welchen Sinn unser Leben hat und wohin wir gehören. Gepeinigt von Vorstellungen eines getrennten Ich und entfernter anderer, laufen wir, wie von wütenden Feinden verfolgt, bis wir uns verirrt haben, verstecken uns an jedem Ort, der Sicherheit zu gewähren scheint. Den sichersten Hafen aber finden wir nicht, indem laufen oder uns verstecken, sondern indem wir still bleiben.

Sharon Salzberg

aus: ‚Metta Meditation‘, Arbor Verlag 2003

…die acht männer und das boot…

29 Sep
die Boot-Bank auf dem Pauenhof (c) Tobias Herrmann 2013

die Boot-Bank auf dem Pauenhof (c) Tobias Herrmann 2013

Den Buddha wird folgendes Gleichnis zugeschrieben:

Acht Männer schleppen ein Boot durch die Wüste, sie quälen sich richtig ab damit, ein Wanderer der ihnen begegnet, fragt sie: „Warum quält ihr Euch so? Da antworten die acht Männer: „Das Boot ist sehr wichtig für uns – vor zwei Jahren mussten wir einen großen und breiten Strom überqueren, ohne dieses Boot hätten wir das nie geschafft!“

Ich glaube der Wanderer hat dann nicht weiter gefragt….

Zitat

das drama des narzisstisch verwundeten menschen

15 Jan

Autor ist Joachim Wetzky (iBuddhismus)

Das Drama des narzisstisch verwundeten Menschen ist eine Geschichte der inneren Einsamkeit und der verzweifelten Suche nach Liebe und Anerkennung. Grundsätzlich beginnt diese Leidensgeschichte mit den Eltern (meist der Mutter), die ihrem Kind keine emphatischen Gefühle vermitteln können. Das Kind fühlt sich nicht geliebt so wie es ist, sondern es lernt, Rollen zu spielen, die ihm einen gewissen Grad an Aufmerksamkeit schenken.
„So bleibt der Mensch innerlich einsam, verwundet und sich selbst entfremdet, hat aber in der Tiefe seiner Seele den sehnlichsten Wunsch nach Liebe. Er hat allerdings gute Antennen dafür, welche Reaktionen von ihm erwartet werden und welche Gefühle er zeigen sollte, ob er sie spürt oder nicht. Die positive Resonanz auf seine erfüllte Erwartungshaltung führt zu einer zweifelhaften Aufwertung seiner Identität oder seines Selbstwertes, denn durch die Bejahung durch einen anderen Menschen wird das eigene Gefühl der Verlassenheit nicht mehr so sehr wahrgenommen, obschon er zutiefst weiß, wie fremd er sich ist.“ Barbara Egert
Spirituell betrachtet hat der narzisstisch verwundete Mensch den Kontakt zum Sein verloren. Er lebt in einem selbstgeschaffenen Gefängnis der äußeren Suche nach Anerkennung und Liebe. Gleichzeitig ist er fasziniert von dem, was er auf der spirituellen Suche in sich findet. All die Schatten und vergrabenen Persönlichkeitsanteile begeistern ihn. Oftmals finden wir in der spirituellen Szene die größten Narzissten, die nicht aufhören können damit, ihre seelische Grandiosität unter Beweis zu stellen.
Den Höhepunkt dieser narzisstischen Nabelschau finden wir dann kulminierend in der Suche nach Erleuchtung. Denn insgeheim ist der Narzisst überzeugt davon, etwas besseres, leuchtenderes, spirituelleres zu sein, als alle andere Menschen. Und genau darum gebührt ihm die Krone des spirituellen Weges – die Erleuchtung. Für diese Krone sind Narzissen bereit, alles zu tun. Sie verlassen ihre Partner und Kinder, wenn sie an anderer Stelle die Chance wittern, noch tiefer mit sich in Kontakt kommen zu können.
Narzisstisch verwundete Menschen erkennt man beispielsweise daran, dass sie sogleich beginnen, ihre Lehrer und Lehrerinnen zu imitieren. Wenn der Lehrer beispielsweise seine Schüler mit einem ganz besonderen Blick ansieht, so wird der narzisstische Schüler nach kürzester Zeit ebenfalls beginnen, seine Mitmenschen mit diesem Blick zu beschenken. Denn – insgeheim fühlt sich der narzisstische Schüler ja schon als Meister. Darum ist es nur verständlich, dass er auch den Gestus eines Meisters annimmt!
Die subjektive Erfahrung ist also  Grundnahrung des Narzissten – sie erhält eine geheiligte Bedeutung, derer alles andere unterzuordnen ist. Meine Familie? Meine Mitmenschen? Die Welt? Alles spielt eine sekundäre Rolle gegenüber den subjektiven Gefühlen des narzisstisch verwundeten Menschen.
Und genau darum, ist Spiritualität ja DIE Spielwiese überhaupt für Narzissten. Denn hier darf man ungestört sich seiner subjektiven Besessenheit hingeben. Hier darf man sich jahrzehntelang nur um sich selbst drehen. Hier dient alles dem eigenen Selbst. Der springende Punkt ist: Das Ego wird nicht überwunden, nur weil die Menschen tiefe Erfahrungen von Nondualität haben.
Letztendlich wird es nur der Macht der unpersönlichen absoluten Liebe gelingen, den narzisstisch verwundeten Menschen zu heilen. Das Erkennen der bedingungslosen Liebe wird bedingungslose Hingabe in ihm entwickeln. Die Integration der absoluten Liebe wird es auch unserer Kultur ermöglichen, aus dem Sumpf aus Narzissmus und Selbstsorge auszusteigen und eine Kultur zu gründen, die auf authentischen moralischen und verantwortungsvollen Werten beruht.
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 Quelle:
 http://ibuddhismus.blogspot.de/2012/09/das-drama-des-narzisstisch-verwundeten.html
special thanks to
Joachim Wetzky Autor von iBuddhismus (https://www.facebook.com/iBuddhismus)

…was habe ich eigentlich für probleme?

28 Okt

Es geht nicht darum auf andere zu zeigen, nicht darum jemanden zu finden, dem es dreckiger geht als mir, damit es relativ besser für mich aussieht. „Hast du schon mal geglaubt, niemand mag dich weil du Sch…. aussiehst, hast du schon mal geglaubt, niemand mag dich weil du irgendetwas nicht kannst?“ Hat dieser Mann in seinem Vortrag vor Schülern gefragt.

LOOK AT YOURSELF AFTER WATCHING THIS, steht über dem Video (Guck dich an, nachdem du das gesehen hast) heftig, ich weiß …

Der Schweizer Unternehmenscoach Michael T. Pilawa schreibt dazu:

„…jeder Mensch soll Leben in Fülle haben, das ist das Versprechen, welches der gute universelle Geist dem Menschen gegeben hat, durch die Hilfe verschiedener Botschafter diverser Religionen.“

und:

„Alles was uns davon abhält ist der traurige Gedanke, wir hätten uns das nicht verdient. Ist dieser Gedanke mal aus dem Gehirn verbannt, kommen diese Annehmlichkeiten automatisch, denn wir sind dann viel mehr relaxed, attraktiv, erleichtert, strahlend, gut gelaunt, usw. und alles andere ergibt sich dann automatisch daraus, wir haben Freunde, Energie, Ausgleich, Gesundheit usw.

Ist das nicht traurig? Wir lassen uns ganz schnell ‚überzeugen‘, dass wir hässlich, inkompetent, ungebildet und was weiß ich noch alles sind. ‚Erziehungsberechtigte‘ haben Scharten geschlagen in kleine Kinderseelen, später sind es frustrierte PartnerInnen, Trainer oder Vorgesetzte, für die es ein leichtes Spiel ist, weiter in diese Scharten zu hauen.

Gar nicht so einfach ist es zu glauben, dass wir gut genug sind,  w i e  wir sind und liebenswert  w e i l   wir sind – und nichts weiter! Eine richtige ‚Baustelle‘, wie man heute gerne sagt. Und richtig Arbeit,  d a s  zuzulassen…

Ohne den oben zitierten ‚Geist‘ ist das schwer, (aber nicht unmöglich) gleich dem Kampf gegen Drachen oder Dämonen in den alten Mythen, der Held (oder die Heldin) bekommt Unterstützung durch das Vertrauen in sich und seine Kräfte. ‚Götter‘ spielen dabei eine wichtige Rolle dabei, archetypische Beschreibungen der menschlichen Seelenqualitäten eigentlich, noch nicht als ‚alter Mann‘ auf eine Wolke verbannt.

Das Universum und die ihm innewohnende Kraft können zu Hilfe genommen werden. In den auf der ganzen Welt verbreiteten Gruppen der 12-Schritte-Bewegung heißt es: „Es ist keine Schande krank zu sein, aber es ist eine Schande, nichts dagegen zu tun.“ Für ‚krank‘ kann jeder für sich auch ’nicht zuhause‘,  unglücklich, unzufrieden usw. einsetzen, alles was uns aus dem Gleichgewicht bringt.

Ursache ist häufig, dass wir uns nicht trauen, …jemandem zu sagen, dass wir ihn mögen, eine Unstimmigkeit zu klären, vertraute Wege zu verlassen… und frage dich einmal: Wenn etwas nicht geklappt hat, war das dann, weil du zu blöd, zu klein, zu schwach, zu unkonzentriert warst, oder was du sonst so an ’schwarzen Rabattmärkchen‘ gesammelt hast in deinem Leben? Kann es nicht auch einen ganz anderen Grund gehabt haben?

 

…dankbar…

19 Okt

unter: undbleibensiesowiewirsind.wordpress.com/2011/05/01/hat-alles-was-mir-widerfahrt-einen-sinn-ii/ schrieb ich:

rotes Blatt

'Rotes Blatt' Tobias Herrmann, 2010

‚und „musst du dir erst eine lebensbedrohliche Krankheit zulegen, damit es dir g u t  geht?‘ Was ist das denn?“ eine gute Frage – ja !?! – für alle Prozesse der Wandlung ist auch eine Phase der Dankbarkeit wichtig.

Dankbarkeit ist einer der Schlüssel zum Glück, das sagt nicht nur z. B .“The Secret“, ich versuche mir das auch immer wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Wem dankbar sein?

Ich nenne es das Universum, in diesem Universum wohnt ein kreativer Geist, der uns so gewollt hat wie wir sind und uns so liebt wie wir sind – da fängt es schon an schwierig zu werden, mit Worten zu erklären…
DIE KRAFT im Universum ist die Liebe, hierzu gibt es unzählige Zitate aus allen Kulturen, so sprach auch der erw. Lama Migmar zur Einweihung der großen Stupa am Pauenhof. Hat mich erstaunt, so einfach, aber – keine Frage, ‚ein Geist der Liebe‘ das ist das einzige was ich mir da vorstellen kann.
Die Operation ist jetzt gut drei Jahre her, mein PSA-Wert ist heute noch im Bereich von 0,001 bis 0,008 also faktisch unter ’nicht nachweisbar‘ – Bestrahlung oder Chemo waren nicht notwendig, ‚Nachwirkungen‘ halten sich in Grenzen – sogar die Potenz ist erhalten geblieben.
Es hat mir klargemacht – guck bei dir – so gesehen war der Krebs ein ‚Glück‘, unter einer differenzierten Betrachtung natürlich. Für meinen eigenen Weg, natürlich ‚hätte das nicht sein müssen‘, wie die Erwachsenen früher immer gesagt haben, wenn etwas nicht so gelaufen ist, wie es sollte.

Es gelingt mir auch nicht jeden Morgen aufzuwachen und zu sagen: „Danke für dieses Leben!“ aber – einem jungen Hund beim Spielen zusehen, frisch gemähtes Gras riechen, eine schöne Musik hören – das geht in diese Richtung…

Auch wenn ich irgendwann sterben sollte – was das einzige ist, was mit Sicherheit kommen wird – so wünsche ich mir klar genug im Kopf zu bleiben um DAS sann sagen zu können.

hat alles, was mir widerfährt, einen sinn? I

18 Jan

„Wenn der Herrgott ein Töpfer wäre, hätt‘ er da Gefallen daran, einen Krug zu drehen, um ihn dann auf den Misthaufen zu werfen?“

frei nach Omar Khayyam

Vor ziemlich genau drei Jahren saß ich meinem Urologen gegenüber und er sagte: „es tut mir leid, das Ergebnis besagt, dass Sie Prostatakrebs  haben“ (oder so ähnlich) – da war es erstmal still ‚in mir drin‘ – keine Panik – kein Schweißausbruch – kein Wutanfall – einfach Stille…

Was sollte jetzt passieren? Alles von Bestrahlung bis Geistheiler ging mir durch den Kopf, was würde jetzt aus mir?

Meine äußere Welt war zu dem Zeitpunkt im Zusammenbruch begriffen, im Arbeitsbereich war ich schon mitten im ‚Burn-out‘, mein Privatleben nur noch als Katastrophe zu bezeichnen. Eine Instanz in mir sagte: ’na klar!‘ Ein tiefes inneres Gefühl von ‚ich-hab-es-ja-gewusst‘ – keine Überraschung, eine ‚Störung‘ quasi im Zentrum von Lust, Lebensfreude, Schöpferkraft, dumm gelaufen? – nix von allem!

Was tat ich damals? Als erstes einen Auflösungsvertrag gemacht – Gesundheit ist wichtiger! Dann offensiv dazu Stellung bezogen, nicht gesagt, ‚da ist was ernsteres‘, sondern: „Leute, ich habe Prostatakrebs“, eine Selbsthilfegruppe von Betroffenen aufgesucht (Selbsthilfegruppen anderer Art begleiten mich schon mehr als die Hälfte meines Lebens) und gelesen, recherchiert und den Rat von Freunden gesucht.

Nun sollten sich Früchte zeigen, von Jahren der Auseinandersetzung mit dem ‚was-hinter-dem-ist-was-wir-sehen‘ (hört sich an wie der Name eines Indianers) , Freundschaften haben sich intensiviert, ein Freund mit, sagen wir mal, hellseherischer Begabung sagte mir:“Du wirst erst die normale urologische Behandlung hinter dich bringen und dann ganz viel für dein Leben lernen“ Die Begegnungen mit Lehrern (allen voran mein eigener Vater) und ‚Meistern‘ die mich an die Ränder der zivilisierten Welt und natürlich auch an die Ränder meines eigenen Vorstellungsvermögens führten, waren da, das Leben hat mir die besten Lehrer hinterher geschmissen, so wie es mir Ressourcen geliefert hat, wofür ich heute Dankbarkeit empfinden kann. Dies lag damals schon fertig, als ‚Ahnung‘ da, als Blaupause für den Plan meiner Rettung.

Der Arzt, der mich operieren wollte, musste sich mein Vertrauen noch erarbeiten, er hat es gewonnen, in dem er nicht hysterisch ausflippte, als ich meinte, ich wollte mich jetzt nicht operieren lassen.

Er durfte, er war einige Wochen später schon ein Teil ‚des Plans‘ geworden…