Kultur, das ist sowas wie ‘bearbeiten’ von etwas, sonst wäre es ja Natur, das bebgleitet uns schon seit langem. Es gab eine Zeit da versuchte man (frau auch) möglichst ‘natürlich’ zu erscheinen, ging natürlich nicht, denn schon wenn der Mensch sich einen Knochen durch die Nase steckt, ist es schon eine Art von Kultur. Auf den Feldern sieht man auch die Auswirkung von Kultur, alles was nicht passt wird wegeputzt. Auf dem Bild sieht man eine Stelle wo ganz viel Gestrüpp war, das hat aber die bäuerliche Kultur gestört. In der DDR gab es nicht viel was zu erwähnen wäre, außer die Künstler nannten sich ‘Kulturschaffende’, das war mal was und ein deutsches Wort war es auch noch…
gedanken zu ‘kultur’
4 Janweiter …
4 Jan2011 ist nun Geschichte, 2012 heißt jetzt die Herausforderung. Dazu ein Zitat von Richard Beauvais (1964):
“Wir sind hier; weil es letztlich kein Entrinnen vor uns selbst gibt. Solange der Mensch sich nicht selbst in den Augen und Herzen seiner Mitmenschen begegnet, ist er auf der Flucht. Solange er nicht zulässt, dass seine Mitmenschen an seinem Innersten teilhaben, gibt es für ihn keine Geborgenheit. Solange er sich fürchtet, durchschaut zu werden, kann er weder sich noch andere erkennen – er wird allein sein.
Die Gemeinschaft wird auch das Thema bleiben, als Worthülse haben wir sie überall, bis hin zur ‘europäischen Gemeinschaft’, jedoch die (Er-)Schaffung einer Gemeinschaft ist etwas, das ‘an die Tür klopft’ und uns abholt wo wir sind, viele Menschen sind heute schon bedroht von Einsamkeit, dem Gefühl von Sinnlosigkeit, Flucht in Süchte als Substitution hilft nicht mehr. (Es ist ja schon so schlimm, dass sich manche Menschen von menschlicher Nähe ‘bedroht’ fühlen, es könnte ja was faul sein daran – ‘Wer weiß denn was der andere will?’)
2011 in review
1 JanDie WordPress.com Statistikelfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2011 an.
Hier ist eine Zusammenfassung:
Eine Cable Car in San Francisco faßt 60 Personen. Dieses Blog wurde in 2011 etwa 1.500 mal besucht. Eine Cable Car würde etwa 25 Fahrten benötigen um alle Besucher dieses Blogs zu transportieren.
erschütterungen, reise zu einem magischen ort : zu mir
12 Nov
'La Maison dieu' aka 'Der Turm', Tarot de Marseille 15.Jh, Quelle: Tarotpedia.com
Die Nachricht vom Tod einer Frau, die einigen Freunden/Bekannten vertraut war, hat in mir folgendes bewegt: Nicht die Trauer über den Verlust dieses Menschen hat mich bewegt. sondern vielmehr die Frage, “was war unausgesprochen geblieben?” Wie wäre es für mich, ‘abgerufen’ zu werden, wenn noch etwas unausgesprochen geblieben wäre. Der Tod löscht vielleicht die ‘Festplatte’, die Aufgaben aber gehen weiter, das ist meine feste Auffassung – unabhängig von irgendwelchen ‘Glaubenssystemen’ .
So blieb mir nichts anderes übrig als ‘die Klappe aufzumachen’, einen Termin zum Frühstück mit ‘dem besten Kaffee von Kevelaer’ war dann gemacht und ich hatte etwas, das nicht mehr aufgeschoben werden konnte, nachdem es ‘Klick’ bei mir gemacht hatte…
‘Der Turm’ steht für Veränderung – die ja durchaus Erschütterungen mit sich bringt oder durch Erschütterung hervorgerufen wird. Es kracht, die Gestalten retten sich durch einen Sprung aus dem Fenster…
Noch hätte ich alles auf sich beruhen lassen können, warum ging das aber nicht mehr? Entschlusskraft? Habe ich nicht oft schon vorgehabt etwas zu tun oder zu sagen und es dann nicht getan? Diese Erfahrung des ‘Klick’ bei mir hat etwas bewirkt. Es hatte sich etwas eingegraben in meine ‘Hirnwindungen’ oder ‘eingebrannt(?)’ ich weiß es nicht.
Dann habe ich einer Frau gesagt, dass ich sie sehr mag, das hatte ich mir vorgenommen, mich mit ihr zum Frühstück getroffen, ein schönes Gespräch geführt – und – erst als sie schon mit Mantel an und Fahrrad vor der Tür stand und zu einem Termin wollte, hab ich es geschafft, mich zu offenbaren – ein bisschen blöd einerseits, andererseits hab ich es nicht weiter vor-mir-her geschoben, eine gewisse Choreografie eben…
Der steinerne Turm steht für die Verhärtung (der Gewohnheiten, Ansichten etc.) Der Blitz schlägt ein, Erkenntnis oder Ekstase?, draußen wartet Neues – also ‘raus aus dem Elfenbeinturm’ - Mut!
Dann war ich den halben Tag aufgekratzt und hätte die Wände rauf und runter laufen können.
Vor ein paar Tagen kam ich zurück von einem Abenteuer – einer Reise zu mir. Mir ist schon klar, dass ich von ‘der’ Reise zu mir, nie zurückkomme, denn sie geht vorwärts. Es handelte sich dabei um eine Reihe von Übungen ‘bei mir zu bleiben’ oder bei mir anzukommen, meine Energie zu spüren und zu halten. (Danke Theresia!)
Die Reise geht weiter…
Freiheit nach dem Sprung aus dem Turm, das passt zu diesem Abenteuer, die Sicherheit des steinernen Gebäudes ist erschüttert, die Krone neigt sich, die alte Selbstgerechtigkeit hat ausgedient…
Was das Leben mir noch bringt und was ich dazu tun kann zeigt sich jetzt, ich komme immer wieder bei mir an.
wann ist “jetzt”?
7 Nov“Viele gute Jetzt” sagt eine liebe alte Freundin immer zum Abschied, spätestens seit dem Erfolg von Eckehart Tolles Buch ist dieses “Jetzt” ein Begriff, wo befindet sich dieses “Jetzt”? Eigentlich sind wir immer im “Jetzt”, merken wir nur nichts davon?
Mit unseren Gedanken sind wir in der Zukunft oder der Vergangenheit, das Denken braucht den Abstand zum “Objekt des Denkens”. Der Vorgang des Denkens – auf der einen Seite harte Arbeit, (verbraucht Kalorien), auf der anderen Seite eine Illusion – ‘ich denke, ich hätte gedacht’.
Der Zugang liegt zwischen den einzelnen Gedanken, wenn einen Moment Ruhe herrscht, d. h. das Bild des Gedanken ist noch nicht angekommen (und das Bild des Bildes??), der Vorgang des Denkens ist aber schon vorbei. Eine Entscheidung haben wir schon getroffen, bevor wir gemerkt haben, wofür wir uns entscheiden wollten.
Wesensmerkmal allen Seins ist die Vergänglichkeit, sagt der Buddha, nichts bleibt und selbst das Nichts ist nur ein Konzept.
Nanosekunden zwischen Vergangenheit===>x<=== Zukunft – oder:
Das ewige Leben im Jetzt?
Was geschieht beim Sterben? Der Mensch tritt ein ins ‘absolute Jetzt’ – das erklärt auch den Ausspruch eines weisen Mannes: „Stirb, bevor du stirbst!“ Mir kam da vor langer Zeit folgendes Bild dazu: Stellen wir uns vor, wir hätten zwei Zollstöcke mit beliebig vielen Einheiten auf jedem Zollstock und der eine heißt ‘Vergangenheit’, der andere ‘Zukunft’. Wir lassen die beiden Zollstöcke mit ihrem ‘Null-Ende’ aneinander stoßen und dazwischen bleibt ein winziger Spalt – das ‘Jetzt’ - Wer es nun schafft, in den Spalt zu springen, befindet sich im ‘Jetzt’ - u n d gleichzeitig im ‘ewigen Leben’.
ZU EINFACH??
Das Konzept der jenseitigen Belohnung hat das ewige Leben weit in die Ferne gerückt, nach einem harten arbeitsreichen Leben, irgendwann ins Paradies eingehen zu dürfen – wo ‘die Jungfrauen ihre Perücken zurechtmachen’ (nach Johnny Cash: ‘The Man comes around’) – das dürfte auch genug sein für ein Volk, das zu gehorchen hat und zu schuften. Ein ‘Erwachter’ wäre viel zu gefährlich in dieser Konstellation von ‘Glaubensbewahrern’, die selber schon nichts mehr merken und sich (wahrscheinlich) nur noch für ‘Fressen, Saufen und Rumhurerei’ interessieren, um mich einmal einer ungeschliffenen Ausdrucksweise zu bedienen.
Was können wir tun?
Ganz einfach – gar nichts! Im ‘zur-Ruhe-Kommen’ können wir zum ‘Sprung’ ansetzen… Das was ist, ist sowieso so wie es ist, wenn wir ein Auge auf uns richten und sehen ‘was ist’, können wir zwar sagen “Das will ich nicht!” aber ändern tun wir es nicht dadurch. Genauso können wir es (und somit auch uns !) annehmen so wie es ist (und uns wie wir sind!) und in die Liebe gehen und ‘lieben was ist’ und schon sind wir beim ‘Jetzt’.
…mahlzeit…
10 OktWusstet ihr, dass vernichtete Lebensmittel, soviel Treibhausgase emittieren wie die Hälfte aller Autos auf unserem Planeten? Man könnte also viel sparen und auf der anderen Seite der Welt hätten Menschen genug zu essen…
http://www.tastethewaste.com/
http://www.wdr5.de/sendungen/tiefenblick/s/d/09.10.2011-07.30.html
http://www.oxfam.de/mahlzeit?quicktabs_17=1#nachricht-landgrabs
…hundeleben….
2 JulWas machen wenn du auf der Strasse lebst, und dein Hund ist krank?
In Düsseldorf hilft seit Jahren die Initiative “underdog” Streetworker und TierärztInnen arbeiten ehrenamtlich und sind mit einer mobilen Praxis unterwegs, ‘zum Kunden zukommen,wenn der Kunde nicht zu ihnen kommt’ – “underdog” bedeutet, mit docs (also TierärztInnen) under dogs (unter Hunden) für underdogs (Menschen am Rande der Gesellschaft) tätig zu sein.
Link:
http://www.fiftyfifty-underdog.de/willkommen
Spendenkonto:
asphalt e.V./fiftyfifty
Stichwort: underdog
Postbank Essen BLZ 360 100 43
Konto 539661-431







Letzte Kommentare