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…da ist ein loch im gehsteig…

22 Dez

foto-0188Autobiographie in fünf Kapiteln

Kapitel eins

Ich gehe die Straße entlang. Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig. Ich falle hinein. Ich bin ratlos und hilflos. Ich fühle mich nicht verantwortlich. Es dauert endlos lang, wieder herauszufinden.

Kapitel zwei

Ich gehe dieselbe Straße entlang. Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig. Ich tue so, als ob ich es nicht sähe. Ich falle wieder hinein. Ich kann nicht glauben, dass ich mich wieder in dieser Situation befinde. Aber ich fühle mich nicht verantwortlich. Immer noch dauert es lange, herauszukommen.

Kapitel drei

Ich gehe dieselbe Straße entlang. Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig. Ich sehe es. Ich falle hinein – aus Gewohnheit Aber ich habe meine Augen dabei weit geöffnet. Ich weiß, wo ich mich befinde. Es ist meine Verantwortung. Ich klettere sofort heraus.

Kapitel vier

Ich gehe dieselbe Straße entlang. Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.

Kapitel fünf

Ich gehe eine andere Straße entlang.

(Portia Nelson: There’s a bole in my sidewalk)

…we all are born and we also are going to die…..

19 Dez

Patty Smith ‚Advice to the Young‘

Das interview fand statt in Louisiana, in Dänemark, wunderbarer Ort…

komplettes Interview: https://www.youtube.com/watch?v=b6nIhaagnbA

…sei verwirrt….

27 Jul

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Sei verwirrt, es ist, wo Du beginnst, neue Dinge zu lernen.

Sei gebrochen, es ist, wo Du beginnst heil zu werden.

Sei frustriert, es ist, wo Du anfängst, mehr authentische Entscheidungen zu treffen.

Sei traurig, denn wenn wir mutig genug sind, können wir unseres Herzens Weisheit dadurch hören.

Sei, was auch immer Du gerade bist. Kein Verstecken mehr. Du bist es wert, immer.

 

S.C. Lourie

…schmerz….

22 Jul
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Schmerz 2016

«Wenn ein weiser Mensch leidet, so fragt er sich „Was habe ich bisher getan, um mich von meinem Leiden zu befreien? Was kann ich noch tun, um es zu überwinden?»
Wenn aber ein törichter Mensch leidet, so fragt er: »Wer hat mir das angetan?»
Thich Nhat Hanh
-Schmerz durchschneidet die Unklarheit, Licht fällt auf das was ist….
Tobias

Plötzlich…

war er da, durch eine Trennung ausgelöst.

Zulassen…

… den Schmerz als das was er ist, nämlich Schmerz – anzuerkennen und nicht abzuwiegeln und zu sagen ‚wird schon‘.
‚Loslassen‘ ist zwar schon so ein ausgelutschtes Schlagwort geworden, in vielen Zusammenhängen jedenfalls, Frage: egal wie – hört das mal wieder auf?
Das Bild was ich für meine Gefühle hatte, ist eine Straße mit Leitplanken und ich schrappe immer abwechselnd an der linken und rechten Leitplanke entlang. Mal Klarheit, mal nicht, auch Pseudo-Erkenntnisse und Irrtümer genauso wie wiederum Einblick in die Zusammenhänge.

Verantwortung…

Ich war keine Minute in Versuchung in Hass  oder in Abwertung zu verfallen, weder gegen die ‚Ex‘ als Person noch gegen die Zeit, die wir hatten, wofür ich sehr dankbar bin. Mit Blick auf die Geschichte mit anderen ‚Getrennten‘, finde ich, ist es doch wie ein Wunder, dass wir heute keine Feinde sind. Ich sehe das als Bestätigung dafür, das es etwas höheres gibt, als sich an eigenen Verletzungen, Schmerzen und Groll ‚festzutackern‘.
Wenn ich es so sacken lasse, merke ich dass meine Schlüsse nicht vollständig waren, in Gedanken war ich nämlich doch in einem ständigen Dialog mit (der nicht anwesenden) ‚Ex‘. In Bezug auf die erste Wieder-Begegnung . Das heißt, wie im Rahmen der A-Gruppen gesagt wird, ‚ich erlaube jemandem noch immer Kontrolle über mein Befinden/Leben‘.
Ich wünschte mir das loszuwerden.
Wie der Beziehungscoach Martin Uhlemann (und nicht nur er) immer wieder betont, der ‚andere‘ berührt nur den uralten Schmerz, der in uns ‚zuhause‘ ist und bringt ihn hervor.
Der Schlüssel liegt m. E. in Verantwortung übernehmen, also habe ich mich bedankt, für die Zeit, die gut war, und sie als beendet erklärt. und mich bedankt für den ‚Anstoß‘ der mich hat erwachen lassen.

Fazit…

Ich erlebe mich als vibrierendes, lebendes und fühlendes Wesen, und kann dafür dankbar für sein. Das deckt sich mit den Erfahrungen anderer Trennungen, stellt sich die Frage, wieso lerne ich nicht aus ‚angenehmeren Erlebnissen?
Vielleicht tue ich das und es verläuft eher subtil und unspektakulär.

liebe und fürsorge

10 Jul

20150316_162626Liebe und Fürsorge für alle ist nichts, womit einige geboren werden und andere nicht. Sie sind vielmehr die Folge dessen, was wir mit uns tun. Wir können beschließen, uns so zu verändern, dass Liebe in uns ist, oder wir können zulassen, dass wir im Denken und Handeln falsche Vorstellungen von Getrenntsein entwickeln.

(…)

Können wir den Riss zwischen uns und dem übrigen Leben, der durch falsche Vorstellungen entstanden ist, nicht heilen, dann bleiben wir verloren, sind unsicher, welchen Sinn unser Leben hat und wohin wir gehören. Gepeinigt von Vorstellungen eines getrennten Ich und entfernter anderer, laufen wir, wie von wütenden Feinden verfolgt, bis wir uns verirrt haben, verstecken uns an jedem Ort, der Sicherheit zu gewähren scheint. Den sichersten Hafen aber finden wir nicht, indem laufen oder uns verstecken, sondern indem wir still bleiben.

Sharon Salzberg

aus: ‚Metta Meditation‘, Arbor Verlag 2003

…ein unbekannter roman wird zum bestseller…

20 Mai

Das ist doch mal ’social media‘ gerade über fb darauf aufmerksam geworden :

 

Weg (c) Tobias Herrmann 2013

Weg (c) Tobias Herrmann 2013

Die Frau des Autors schreibt auf fb:

Liebe Freunde und Bekannte von Kai!
Mein Mann Kai wurde, wie ihr wisst, am 8. Mai, einen Tag vor seinem 45. Geburtstag, wegen Herzrhythmusstörungen stationär im Krankenhaus aufgenommen. Es ging ihm wieder besser, aber dann erlitt er in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch einen schweren Schlaganfall. Die gesamte linke Hirnhälfte ist beschädigt, die rechte Körperhälfte gelähmt. Aufgrund weiterer Komplikationen wurde er noch am Mittwoch Abend an ein Beatmungsgerät angeschlossen und ins künstlichen Koma versetzt. Die Ärzte können noch keine Prognose darüber geben, ob er überleben wird oder wieviel seines Gehirnes dauerhaft beschädigt sein wird. Wir haben sehr große Angst um ihn.
Wie viele von euch wissen, hat er gerade versucht, sich selbstständig zu machen. Ich bin mitten in meinem Zweit-Studium, wir haben einige Kredite abzuzahlen, das heißt, unsere finanzielle Situation ist katastrophal, wir sind in keiner Weise abgesichert.
Nun will ich versuchen, sein Buch zu verkaufen. Soziales Netzwerken war immer eines von Kais großen Themen, vielleicht kann es uns jetzt helfen. Ich bitte euch alle – kauft sein Buch, wenn es euch gefällt – verschenkt es, schreibt in euren Blogs darüber, erzählt es weiter, teilt den link… – helft mir es bekannt zu machen!
Es ist ein sehr lesenswertes Buch, geistreich, witzig und zum Nachdenken anregend geschrieben – es macht großen Spaß es zu lesen!
Und schickt ihm Kraft und Energie – damit er zurückkommt!
Danke
Raja mit Felix (20), Lara (14) und Ben (4)

http://www.jazzblog.de/jazzlounge/einbuchfuerkai/

http://www.lesen.net/diskurse/solidaritaet-durch-buchkauf-warum-ein-9-jahre-alter-roman-die-amazon-charts-aufmischt-20651/

http://www.sueddeutsche.de/panorama/hilfsaktion-warum-ein-jahre-altes-buch-ploetzlich-zum-bestseller-wird-1.2488255

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/amazon-buch-eines-todkranken-autors-wird-zum-bestseller-a-1034806.html

 

Auf der Seite ‚jazzblog‘ findet sich auch ein Spendenkonto für direkte Hilfe für die Familie

…das alte jahr….

3 Jan

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wieder ist ein Jahr um,
 -es gab Momente, die hätte ich nicht haben müssen, sie sind aber nicht von
Bestand und so haben sie mir gezeigt, davon sterbe ich nicht.
– es gab Momente,  die waren Geschenke des Universums, auch sie waren nicht
von Bestand, so haben sie mir gezeigt: ‚Sei dankbar‘
– es gab Momente, die haben mich meine Kraft spüren lassen, und sie haben mich
gelehrt: ‚Bleib dran!‘
– es gab Momente der Liebe und sie haben mich gelehrt: ‚Lebe und sei gnädig!‘
– es gab Momente des Zusammenwachsens und der Inspiriration, die haben mir
gezeigt: ‚Du bist hier richtig!‘
ich freu mich auf ‚mehr‘

…zuversicht…

18 Sep

auch wenn es nur ein einfaches physikalisches Gesetz ist, es zeigt dass da wo in der Momentaunahme Chaos herrscht – etwas später –  wieder schöne harmonische Form entsteht…

Welche Zuversicht….

…urbane nachbarschaft…

14 Jun

 

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Es ficht mich an, die Idee von urbanem Leben in Gemeinschaft, keine WG sondern Gemeinschaft, es soll schon mehr sein als ’nette Nachbarn‘ – Ende ist offen, vielleicht finden sich auch nicht genug ‚Mitfinder‘ für dieses Projekt. Das Ganze ist gut aufgestellt, eine Stiftung, Architekt, Projektbegleitung durch den ‚Wohnbund‘ usw.

 

http://www.montag-stiftungen.de/urbane-raeume/projekte/nachbarschaften/initialkapital.html

http://www.samtweberviertel.de/blog/

http://www.m-i-ma.com/2014/06/samstagskaffee-48-mit-einladung-zum.html

 

(to be continued)

muttertag ist vorbei….

14 Mai

 

hier sind ‚Muttis Kinder‘

Dieter P. sagt:

Phantastisch! Im Buddhismus nennt man das den Zustand des „Entzückens oder der vorübergehenden Freude“, der 6.te der 10 Lebenszustände.